DIE 10 grössten Skandale der Schweiz

Linda Gwerder präsentiert "DIE 10 grössten Skandale der Schweiz". Wen hieven die Zuschauerinnen und Zuschauer auf den ersten Platz der 3+ Rankingshow? Viele Schlagzeilen haben das Land erschüttert und noch mehr Schicksale bewegten die Schweizer Bevölkerung. Zum Beispiel als das Wort "Grounding" mit dem Zusammenbruch der einstmals stolzen Fluggesellschaft Swissair in den nationalen Wortschatz gelangte. Oder als anlässlich der Fussball-EM 2004 in Portugal plötzlich die Spuckqualitäten des Stürmerstars Alex Frei heftiger diskutiert wurden als seine Fähigkeiten, Tore zu schiessen. Unvergessen auch die Fundstücke des unbescholtenen Wachmannes Christoph Meili, der mit einer Entdeckung im Keller der Grossbank UBS nicht nur eine diplomatische Krise zwischen den USA und der Schweiz auslöste.

Sie haben entschieden. DIE 10 grössten Skandale der Schweiz:

  1. Swissair

    SwissairMan stelle sich vor: England ohne Queen, Holland ohne Tulpen oder schlimmer noch die Schweiz ohne Swissair? Unmöglich? Das Unmögliche ist 2001, nach dem Anschlag auf das World Trade Center in New York, eingetroffen. Das Grounding – als Ergebnis jahrelanger Misswirtschaft. Mario Corti, der „Retter in der Not“? Trotz grossen Bemühungen ging die Airline schlussendlich bankrott und mit ihr ein Staatssymbol verloren.

  2. Thomas Borer

    Thomas BorerDie glamourösen Auftritte der texanischen Schönheitskönigin und des smarten Diplomaten sollten im Jahr 2002 ein jähes Ende finden. Thomas Borer, zu dieser Zeit in Berlin als Schweizer Botschafter tätig, wird eine Affäre mit der deutschen Visagistin Djamila Rowe vorgeworfen. Der „SonntagsBlick“ nutzt die Situation und bringt die Geschichte gross raus. Kurze Zeit später wird Borer aus Berlin abberufen. Die Ereignisse überschlagen sich; Rowe dementiert die Affäre urplötzlich und vom Ringier-Verlag gibt es ein grosses „Entschuldigung“. Ende gut alles gut – das Paar geniesst heute zurückgezogen sein Familienleben.

  3. Christoph Meili

    Christoph MeiliDer Schweizer „Whistleblower“ arbeitete 1997 als Nachtwächter bei der Schweizerischen Bankgesellschaft. Das Auffinden von Belegen über Bankbeziehungen mit jüdischen Holocaust-Opfern machte Christoph Meili zum Retter der jüdischen Nation. Der amerikanische Anwalt Ed Fagan erhob in Meilis Namen Anklage. Die Szenerie endete nicht ganz wie gewünscht: Der „Held“ Meili fällt von da an. Hoffen wir, dass die skurrilen YouTube-Videos ihm bei der Suche nach sich selbst behilflich sind.

  4. Laetitia Zappa

    Laetitia ZappaWer beim Namen Heidi an Bergwelt und Natur denkt, war am 14. März 1996 um 22.30 Uhr nicht unter den 75.1% der Schweizer TV-Zuschauer. An diesem ominösen Abend nämlich strahlte das Schweizer Fernsehen die TV-Dokumentation „Heidi im Pornoland“ mit Laetitia Zappa aus. Die Bündnerin berichtete aus Ihrem Leben als Pornostar und plauderte frei von der Leber über das, was sich andere nicht einmal zu wünschen wagen. Die meisten, an dieser Ausstrahlung beteiligten, Parteien haben profitiert. Laetitia wurde über Nacht zum Star und die Schweiz wurde einmal so richtig aufgeklärt – und dies ohne Blümchen und Bienchen.

  5. Martina Hingis

    Martina HingisVon der Tennisprinzessin hat sie sich innert kürzester Zeit zur Tenniskönigin gemausert: Die jüngste Preisgeldmillionärin in der Geschichte der Tenniswelt. Kaum auf der obersten Stufe der Karriereleiter angekommen, begann sogleich der Abstieg. Im Rahmen einer einmaligen Dopingkontrolle wurden in Hingis‘ Urin Kokainspuren festgestellt. 2007 gab die Spitzensportlerin ihren Rücktritt aus dem Profitennis bekannt.

  6. Roland Nef

    Roland Nef„Für unsere Armee nur der Beste“, wird sich Samuel Schmid bei der Selektion des Armeechefs gedacht haben. Und das war, allem Anschein nach, Roland Nef. Die Begeisterung war dermassen gross, dass man die Makel in Nefs Reinheft kurzerhand „übersehen“ hat. Und Makel zeichnen einen Heeresführer nun wirklich nicht aus. Samuel Schmid stellt sich vor seinen Schützling und bezahlt dieses Vorgehen teuer. Köpfe müssen rollen: Nef allen voran, dicht gefolgt von Bundesrat Samuel Schmid.

  7. Alex Frei

    Alex FreiWir trauten unseren Augen nicht: Alex Frei – der Traumschwiegersohn in Person spuckt dem Engländer Steven Gerrard angeblich bei einem EM-Vorrundenspiel in den Nacken. Der Stürmerstar stellt das Ganze als ein Missverständnis dar und wird mangels eindeutigen Beweisen freigesprochen. Schade nur, zogen hier nicht alle an einem Strick, und so veröffentlicht das Schweizer Fernsehen kurz nach Freispruch die Bilder, die den „Backenbläser“ zum „Lama“ machen. Alex Frei wird für drei Spiele gesperrt und übernimmt originellerweise eine Lama-Patenschaft im Basler Zoo.

  8. Gunvor Guggisberg

    Gunvor Guggisberg„Switzerland – Zero points“ – Mehr als genug musste sich Gunvor und mit ihr die ganze Schweiz diesen Satz im Jahr 1998 anhören. Doch mit dem letzten Platz am 43. Concours Eurovision de la Chanson sollte die Reihe an traumatischen Ereignissen im Leben der Gunvor Guggisberg erst beginnen: Lang vergessene Nacktbilder, Bordellbesitzer, die aus dem Nähkästchen plaudern und ein Berg Schulden. Doch Gunvor liess sich nicht unterkriegen und rechnete 2008 mit den Medien musikalisch ab, indem sie ihren Rap-Song „Fett und krass“ auf YouTube und Myspace veröffentlichte. Respekt!

  9. Cervelat

    Cervelat160 Millionen Stück essen wir Schweizer jährlich von ihm – dem Cervelat. Jedermann mag ihn – mit oder ohne Rinderdarm. Und doch genau wegen diesem Rinderdarm will uns die EU unseren geliebten Cervelat einfach wegnehmen. Grund: die Rinder in Brasilien, von welchen die Därme meistens stammen, seien dem Rinderwahn verfallen: Importstopp! Ein Fall für die Cervelat -Task-Force mit der Mission: Rettet den Cervelat und zwar mit argentinischen, uruguayischen und paraguayischen Rinderdärmen.

  10. Xavier Bagnoud

    Xavier BagnoudFamilienvater, Präsident der Schweizer Önologen und Walliser CVP-Mitglied. Ein ganz schönes Pensum an Arbeit, welches Herr Bagnoud hier zu bewältigen hat. Da kommt „der Farbtupfer“ mit seinem angeblichen Kokain-Skandal gleich wie gerufen. Die ewige Anti-Drogen-Politik seiner Partei wurde ihm doch etwas zu eintönig. Als Beweis liess sich der Politiker sogleich bei der bedenklichen Tat filmen - und das von keiner geringeren als seiner Geliebten. Es kam zum Eklat. Bagnoud bereut seine Tat mittlerweile bitter. Leider ohne Erfolg: Kurz nach Veröffentlichung des Videos gab er seinen Rücktritt aus der CVP bekannt.