Technik Extrem: Eisbrecher

Selbst wenn die Temperaturen weit unter Null Grad fallen, hat der Mensch Maschinen entwickelt, die auch dann noch funktionieren. In dieser Episode der Dokumentarreihe über extreme Technik werden Fahrzeuge und sonstige Fortbewegungsmittel vorgestellt, die auch bei niedrigsten Temperaturen und auf eisigen Oberflächen ihre Arbeit tun. Neben der lebensnotwendigen Versorgung der Bevölkerung dienen sie auch dem Sport- und Freizeitvergnügen. Im Norden der USA und Kanadas sinken die Temperaturen im Winter oft monatelang weit unter Null Grad. Schnee und Eis bedecken dann das Land und die Seewege. Unter diesen harten klimatischen Bedingungen gewährleisten die unterschiedlichsten Spezialfahrzeuge die Versorgung der Bevölkerung. Auch die ansässigen Industriebetriebe sind auf den konstanten Nachschub von Rohstoffen angewiesen. Um die Wasserwege freizuhalten, verwendet die Küstenwache Eisbrecher verschiedenster Grössen. Kleine Eisbrecher, wie die "Biscayne Bay", sind für dünnes, matschiges Eis ausgelegt, während Eisbrecher wie die "Mackinaw" bis zu eineinhalb Meter dickes Eis brechen kann. Hinter den Eisbrechern folgen die Frachter in gemessenem Abstand: Nicht zu nah, um Kollisionen zu verhindern, nicht zu weit weg, damit das Eis nicht wieder zufriert. Die grössten Eisbrecher wurden von der ehemaligen UdSSR gebaut: Eisbrecherriesen, wie die "Lenin", können mit ihrer Länge von 122 Metern und ihrem gewaltigen Gewicht bis zu 2,10 Meter dickes Eis brechen. Auf den Forschungsstationen in der Antarktis finden sich weitere Spezialmaschinen. Die Versorgungsflugzeuge sind mit Kufen ausgerüstet, um auch auf Schnee landen zu können, während die Geländewagen mit übergrossen, nur leicht mit Luft befüllten Reifen ausgerüstet sind, um genügend Reibung zu haben. Hier und bei den Bewohnern nördlicher Regionen verbreiten sich zunehmend Motorschlitten, welche die Hundeschlitten abgelöst haben und inzwischen zu Rennen genutzt werden. Die extremste Form des Motorschlittenrennens sind solche mit Dragster-Motorschlitten. Das Äquivalent zu den Eisbrechern zu gefrorenem Wasser sind die Schneeräumfahrzeuge zu Lande. Neben den von Zugmaschinen angetriebenen gibt es auch Eisenbahnschneepflüge und riesige Fräsen, die im Winter Strassen und Wege freihalten. Eine besondere Form der sportlichen Fortbewegung auf dem Eis sind Bobschlitten und Eisjachten. In den ammoniakgekühlten Bobbahnen der Olympiaorte rasen die Bobs mit Geschwindigkeiten bis zu 150 Stundenkilometern zu Tale. Noch höhere Geschwindigkeiten werden bei Speedskirennen erzielt. Die Eisjachten, die in Holland erfunden wurden, waren bis zur Erfindung der Verbrennungsmotoren die schnellste Fortbewegungsart der Welt.

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